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Casinos und Spielbanken

Casinos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch für manche stellt sich die Frage, was ein Casino überhaupt ist. Diese Frage ist leicht beantwortet. Ein Casino wird auch Spielbank genannt und ist eine öffentlich zugängliche Einrichtung, in der staatlich erlaubtes Glücksspiel betrieben wird. Das Wort Casino selbst stammt aus dem Venezianischen und bezeichnete die privaten Räumlichkeiten, die die Adeligen in der Nähe der Paläste unterhielten, um dort ihre Amtstracht anzulegen. Bald wurden diese Räumlichkeiten genutzt um zueinander zu finden und sich zu unterhalten. Normalerweise bedeutet das Wort Casino nur „kleines Haus“.

Der Geschichte nach, fand das erste Glücksspiel bereits im Jahr 1170 in Venedig statt. Das erste deutsche Spielhaus wurde 1396 in Frankfurt am Main gegründet. Die erste Spielbank auf deutschem Gebiet wurde 1720 in Bad Ems gegründet und existiert noch heute (siehe Artikel über Bad Ems). Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Glücksspiel in ganz Europa institutionalisiert, v.a. in Bädern und Kurorten, auf Jahrmärkten, Messen und Bällen der Adeligen. Deutschland wurde ab diesem Zeitpunkt zu einem Zentrum der Glücksspieler, was sich auch durch die Gründungen der Casinos in Aachen und Baden-Baden, aber vor allem auch durch die Gründung der Spielbank Bad Homburg durch die Franzosen Blanc und Blanc, begründet sieht. Der berühmte Schriftsteller Dostojewski schrieb den Roman „Der Spieler“ im Jahr 1866 während seines Aufenthaltes in Bad Homburg. 1863 übernahm Francois Blanc das Casino von Monte Carlo, das dadurch zur Welthauptstadt des Glücksspiels wurde und schließlich zum Vorbild für die Glücksspielstadt Las Vegas wurde. In dieser wurde 1942 das erste Casino „El Rancho“ gegründet. In Deutschland erlebte das Glücksspiel einen Abschwung durch das Glücksspielverbot zwischen 1871 und 1933.